Einführung

Die Alarmglocke der demographischen Entwicklung schrillt in Südniedersachsen seit Jahrzehnten. Im Landkreis Osterode, dessen Kreisstadt angeblich über die statistisch älteste Einwohnerschaft der Republik verfügt, haben die politisch Verantwortlichen im Kreistag und in den Gemeinderäten in den vergangenen 20 bis 30 Jahren kaum geeignete Maßnahmen ergriffen, um politisch, planerisch und über die Wirtschaftsförderung hinreichend gegenzusteuern.

einfuehrung1Auch auf der Landesebene sprudelte man in den letzten Jahrzehnten nicht gerade vor Tatkraft und kreativen Ideen zur Südniedersachsenförderung. Weder von den rot-grünen Landesregierungen in den 1990er Jahren noch von den CDU-FDP-Koalitionen unter Wulff und McAllister kam jener beherzte „große Wurf“, den diese Region so bitternötig hätte. Das sogenannte „Südniedersachsenprogramm“ des seit 2013 amtierenden rot-grünen Kabinetts Weil/Wenzel ist aus meiner Sicht ein unzureichendes, weil halbherziges Mittel.

Zum 1. November 2016 wurde der Landkreis Osterode, dessen Einwohner am 2. Dezember 2012 zu mehr als 60 Prozent in einem Bürgerentscheid gegen die Fusion votierten, vom Kreis Göttingen geschluckt, und auch in den Landkreisen Northeim und vor allem Holzminden könnte sich mittelfristig die Fusionsfrage stellen. Auch in die Debatte im Landkreis Holzminden habe ich mich bisweilen eingebracht, wenn es um Themen ging, die mir wichtig sind. Solche Beiträge sind hier – vereinzelt – wiedergegeben.

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