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Brüder im Geiste

Da haben sich zwei Meister ihres Faches gefunden: Meister Paetz und Meister Cangöz. Und beide haben sie mit dem ollen Kosching noch ’ne lange Rechnung offen – denken sie. Und von allen, die seit Jahren hoffenstarrend auf diesen Tag gewartet haben, sind die beiden ganz, ganz, ganz bestümmt am ungeduldigsten gewesen.

Na klar: Im Grunde gehen alle Parteigliederungen so mit ihren Abtrünnigen um. Bei der Linken im Landkreis Osterode kommt der allgemeine Mangel an Charakter, Benimm und Etikette nur noch erschwerend hinzu – und eben die Tatsache, dass der Lokalredakteur mehr als nur sekundiert. Da wird dann auch nicht an offenkundigen Unwahrheiten gespart: Seit dem Dezember 2014 war ich gar nicht mehr Mitglied im Kreisverband Osterode. Und ein Kreisverband, in dem ich nicht Mitglied bin, kann mich wohl schwerlich in seinen Reihen „dulden“.

12806089_10206295156366224_3893996337161499822_nGleichwohl bin ich mächtig froh, dass mir die vortrefflich intelligenten und charakterstarken Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit über all die Jahre die Ehre zuteil werden ließen, ihnen ein wenig zu assistieren – Ilyas Cangöz zum Beispiel, dem ich in der Wahlperiode 2006 bis 2011 buchstäblich jede einzelne Silbe seiner damaligen Ratstätigkeit – Anfragen, Anträge, Wortbeiträge, Haushaltsreden – einfach alles – entworfen und aufgeschrieben hatte, sodass er es nur noch hätte vortragen müssen (stattdessen las der Mann es fast immer direkt vom Blatt, weil er sich offenbar vorher nie mit dem Inhalt befasst hatte). Ansonsten wäre schon Cangöz‘ erste Wahlperiode inhaltlich so „ergiebig“ gewesen wie die zweite, aktuelle – oder eben wie die vielen heldenhaften kommunalpolitischen Einsätze der drei übrigen linken Ratsmitglieder in Wieda, Bad Grund und in der Samtgemeinde Hattorf, die in den letzten Jahren durch zahllose Anträge und politische Initiativen nahezu im Tagesrhythmus auf sich aufmerksam machten und die Menschen zwischen Südharz und Iberg immer wieder aus ihrem Füllhorn sozialistischer Kommunalpolitik zu beglücken wussten – wohlan denn: Nun sind alle diese wunderbaren Menschen endlich ihrer größten Pein entledigt!

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