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Brockenseilbahn bedroht Flora, Fauna und Dampfrösser

Das Vorhaben, eine Seilbahn vom sogenannten Torfhaus-Resort zum Brocken zu bauen, ist ebenso tollkühn wie unverfroren. Die Lüder Unternehmensgruppe GmbH wird wissen, dass in der Kernzone des Nationalparks derartige Projekte nicht genehmigungsfähig sind. Dabei geht es nicht nur um die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch die Stützen, sondern auch um die kaum kompensierbaren Eingriffe in den Naturhaushalt beim Bau der Anlage. Doch nicht allein Flora und Fauna sind bedroht, sondern auch Dampfrösser: Ein Seilbahnbetrieb ginge zulasten der HSB-Brockenbahn. Auch ich bin seit vielen Jahren der Ansicht, dass fast 40 Euro pro Nase für eine Hin- und Rückfahrt viel zu teuer sind. Darüber muss gesprochen werden. Gleichzeitig ist der Bestand der Brockenbahn aus kulturhistorischen und touristischen Gründen zu sichern.

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Ich gehe davon aus, dass Herr Pusch bei seiner vernünftigen ablehnenden Haltung bleibt. Sollten er und seine Verwaltung hier einknicken, würde sich der Nationalpark selbst ad absurdum führen. Der touristischen Entwicklung im Oberharz wird, wie ich meine, hinreichend Raum gegeben. Es wäre prima, wenn die überdurchschnittliche Auslastung des Torfhaus Resort anhielte und überdies zu touristischen Sekundäreffekten in den Bergstädten führen würde. Der Nationalpark ist bereits konzeptionell als Ausgleich zwischen Naturschutz und Landschaftserleben/naturbezogener Erholung angelegt. Die Integration dieser verschiedenartigen Belange wird durch das Zonierungskonzept umgesetzt. Weitere Kompromisse zulasten des Naturschutzes sind meiner Ansicht nach aus landschaftspflegerischer wie auch politischer Sicht nicht hinnehmbar.

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