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Angst vor Demokratisierung

Unvergessen: die Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins Osterode und Umgebung vom 21. Januar 2014

Ich habe seit 2012 einen sehr liebenswerten Kater aus dem Osteroder Tierheim und freue mich, dass diese wichtige Einrichtung künftig weitergeführt werden kann. Allerdings ist dort nach Aussage von ehrenamtlichen Kräften vieles zu verbessern, was auch das Selbstverständnis des Vereinsvorstandes und sein strukturelles Verhältnis zu den Mitgliedern und Helfern betrifft. Dazu hatte ich fristgerecht den Antrag gestellt, in der JHV eine Arbeitsgruppe aus Vorstand und vier weiteren Mitgliedern einzurichten, die auf Grundlage der verbesserten Finanzsituation ein betriebswirtschaftliches Konzept für das Tierheim erarbeiten solle. Dieser Antrag wurde überhaupt nicht befasst, und zwar ohne jede Begründung seitens des Vorstands. Ebenfalls nicht behandelt wurden meine Anträge zur Satzungsänderung.

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Sie sollten juristische Mängel und vollkommen veraltete Bestimmungen der aus dem Jahr 1964 stammenden Vereinssatzung ausräumen und modernisieren. Untragbar ist beispielsweise, dass Facebook-Einträge von Mitgliedern zensiert, gelöscht und Mitglieder gesperrt werden, ferner, dass Jahreshauptversammlungen selbst mit nur zwei anwesenden Mitgliedern beschlussfähig wären, dass der Vorstand ohne Legitimation durch die Mitgliederversammlung Personen aus dem Verein entfernen darf oder dass Wahlen (Vorstand usw.) im Tierschutz Osterode offen, also per Handzeichen, durchgeführt werden, während die geheime Personenwahl aus gutem Grund zum festen Inventar demokratisch verfasster Organisationen gehört. Satzungsänderungsanträge, sofern eingereicht, sind seit jeher Bestandteil von Jahreshauptversammlungen. Meine waren fristgerecht gestellt und hätten allen Mitgliedern vom Vorstand rechtzeitig zugänglich gemacht werden müssen. Offenbar ist dies nicht geschehen. Dass der Vorstand angesichts der eigenen Fehlleistung dann noch behauptet hat, die Anträge aus rechtlichen Gründen in der aktuellen JHV nicht behandeln zu können, setzt der ebenso selbstherrlichen wie dilettantischen Vorgehensweise die Krone auf und belegt die Angst der Verantwortlichen vor Modernisierung und Demokratisierung.

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