Fragen zum Chemikalienbrand am 28. April 2014 in Osterode, Klingenhagener Weg

Per E-Mail  heute, 15:52 Uhr an den Bürgermeister und Frau Dr. Sporleder-Geb (gleichlautend an den Ersten Kreisrat Gero Geißlreiter):

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Becker,
sehr geehrte Frau Dr. Sporleder-Geb,

in meiner Eigenschaft als Kreistagsabgeordneter aus Osterode möchte ich Sie bitten, mir die nachstehenden Fragen zum Chemikalienbrand am 28. April 2014 im Klingenhagener Weg 2 in Osterode zu beantworten. Für eine zeitnahe schriftliche Beantwortung im Sinne zahlreicher besorgter Bürgerinnen und Bürger wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank im Voraus
Frank Kosching


FRAGEN ZUM CHEMIKALIENBRAND AM 28.IV.2014 IN OSTERODE, KLINGENHAGENER WEG

1) Was genau ist am 28.4.14 passiert, das zur Auslösung des Chemilalienbrandes am Klingenhagener Weg 2 geführt hat? Welche chemische Reaktion führte zu der großen Wärmeentwicklung?

2) Wie viele und welche Feuerwehr-/Rettungs- und Polizeieinheiten waren im Einsatz? Wie viele Personen waren daran beteiligt?

3) Wie viele Container waren betroffen? Welche Materialien und welche Substanzen befanden sich in dem bzw. den betroffenen Containern?

4) Wie hat der Unternehmer begründet, dass er keine Angaben zu Materialien und Inhaltsstoffen im Container machen konnte?

5) Waren die im Container gelagerten Materialien gem. EU-Gefahrstoffkennzeichnung [8] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gekennzeichnet?

6) Erfolgte die Lagerung des Materials ordnungsgemäß oder hat der Unternehmer nachlässig gehandelt? Wurden diesbezügliche Ermittlungen aufgenommen bzw. wurde dies avisiert?

7) In den Medien wurde berichtet, ein „Messwagen“ aus Göttingen sei am Nachmittag eingetroffen? Ist das zutreffend? Wann wurden mit welchen Vorrichtungen Immissionsmessungen durchgeführt? Zu welchen Ergebnissen ist es dabei gekommen?

8) Wann (Uhrzeit) wurde deutlich, dass unter anderem Chlorgas austrat? In welcher Konzentration trat es aus? Wie hoch ist der entsprechend anzuwendende Grenzwert im Hinblick auf den Schutz der menschlichen Gesundheit? Welche weiteren Substanzen traten aus? In welchen Konzentrationen? Wie hoch sind hier die anzuwendenden Grenzwerte im Hinblick auf den Schutz der menschlichen Gesundheit?

9) Wann (Uhrzeit) traf die Feuerwehr ein? Wann (Uhrzeit) konnte von wem ermittelt werden, um welche Substanzen es sich im einzelnen handelte?

10) Wann (Uhrzeit) und in welchem Umkreis wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten?

11) Sind Fälle von gesundheitlichen Störungen, die mutmaßlich durch die ausgetretenen Substanzen hervorgerufen worden waren, bekannt worden?

12) Ist zu erwarten, dass es während der Zeit, als noch keine Warnhinweise an die Bürgerinnen und Bürger ausgegeben wurden und noch nicht bekannt war, welche Substanzen austreten, zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Bürgerinnen und Bürgern gekommen ist?

13) Ist zu befürchten, dass es ggf. zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, etwa bei Anwohnern im Ortsteil Dreilinden, gekommen ist, die akut nicht als Beschwerden wahrgenommen wurden bzw. werden, aber zu einem späteren Zeitpunkt zu Schädigungen führen könnten?

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