Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Unter dem Motto „Kein ruhiges Hinterland für Neonazis“ demonstrierten etwa 800 AntifaschistInnen, darunter mehr als 250 TeilnehmerInnen aus dem Landkreis Osterode, am gestrigen Samstag in der Innenstadt von Bad Lauterberg friedlich gegen die noch nicht verbotene NPD und die faschistische Kameradschaftsszene. Die Veranstaltung war von der Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE, Dorothee Menzner, angemeldet worden.

Bildquelle: A.L.I. Göttingen

Link: Bericht mit zahlreichen Fotos im Harzkurier

Unter dem Motto „Kein ruhiges Hinterland für Neonazis“ demonstrierten etwa 800 AntifaschistInnen, darunter mehr als 250 TeilnehmerInnen aus dem Landkreis Osterode, am gestrigen Samstag in der Innenstadt von Bad Lauterberg friedlich gegen die noch nicht verbotene NPD und die faschistische Kameradschaftsszene. Die Veranstaltung war von der Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE, Dorothee Menzner, angemeldet worden.Dazu erklärt der Kreisvorsitzende der Partei DIE LINKE, Ilyas Cangöz: „Die absolut gewaltfreie Demonstration war ein eindrucksvolles Bekenntnis gegen die menschenverachtenden Umtriebe der Faschisten im Südharz. Wir sind stolz auf diesen großen politischen Erfolg, über den sich alle Menschen freuen können, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren.“ Der Kreisgeschäftsführer der Partei, Frank Kosching, ergänzt: „Wir freuen uns insbesondere darüber, dass so viele Menschen aus dem Landkreis Osterode dabei waren. Wichtig war in diesem Zusammenhang vor allem die Präsenz zahlreicher Mitglieder des Bürgerbündnisses Bunt statt Braun, das sich am 10. Januar mit großer Mehrheit für die Unterstützung der Demonstration ausgesprochen hatte. Die Antifaschistische Linke International aus Göttingen hatte uns im Vorfeld zugesagt, gewaltfrei zu agieren und keine Eskalationen herbeizuführen. Sie hat Wort gehalten.“

Enttäuscht zeigt sich der Kreisvorstand DIE LINKE vom repressiven Vorgehen der Sicherheitskräfte. Die Aussage des Einsatzleiters, Polizeidirektor Hans Walter Rusteberg, in der Presseerklärung der Polizei vom späten Samstagabend, gerade diese Vorgehensweise habe Gewalt verhindert, stelle die Tatsachen auf den Kopf. In Anbetracht der Verzögerung des Veranstaltungsbeginns um mehr als 90 Minuten durch die Personenkontrollen in den anreisenden Bussen und unnötiger Provokationen während und am Schluss des Demonstrationszuges sei es allein der Disziplin der Veranstaltungsteilnehmerinnen sowie der Umsicht der Veranstaltungsleitung zu verdanken gewesen, dass es zu keinen Eskalationen gekommen sei, so der Kreisvorstand der Partei.

Auffällig war, dass TeilnehmerInnen des Demonstrationszuges während dessen gesamten Verlaufs nicht nur permanent von der Polizei, sondern auch von Kameras in der Innenstadt gefilmt worden seien. „Wir erwägen, diesen Punkt im Osteroder Kreistag zu thematisieren und umfassend rechtlich klären zu lassen“, erklärt Frank Kosching dazu. „Wir halten es zudem für möglich, dass während des Demonstrationszugs TeilnehmerInnen von Neofaschisten fotografiert und gefilmt worden sind, um auf diese Weise gezielte zukünftige Angriffe gegen einzelne AntifaschistInnen vorbereiten zu können. Die Polizei wird sich dazu äußern müssen, weshalb sie eine solche potentielle Vorbereitung mutmaßlicher Straftaten nicht unterbunden hat“, betont der Kreisvorstand DIE LINKE abschließend.

Diesen Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.